Naturturisme

Aufgrund des reichen Vogellebens ist das Südfünsche Inselmeer unter Bezugnahme auf sowohl die EU - Vogelschutzrichtlinien als auch das Ramsar - Abkommen zum internationalen Vogelschutzgebiet nominiert worden.

 

Das Südfünsche Inselmeer wurde vom Umwelt- und Energieministerium am 01. September 1996 als Wildreservat benannt, was Jagdverbot und Verkehrsregulierung an einigen Stellen, wo die Vögel nach Futter suchen oder brüten, mit sich führte.

 

Dänemark hat hiermit eine besondere Verpflichtung, auf das Naturgebiet aufzupassen, sowie das Vogelleben des Gebietes zu beschützen.

Auf der Freizeitkarte sind sowohl die Vogelreservate, die verwundbaren Naturgebiete sowie die Gebiete, in denen viele Vögel rasten, eingezeichnet. Die genaue Lage der Gebiete wird auf der Karte gezeigt.

 

Vogelreservate

Einige Gebiete im Inselmeer sind Brutreservate, ijn denen in der Brutzeit, typisch vom 01. März - 15. Juli, der Zutritt verboten ist.

 

Die Reservate sind:

  • Revet, Lyø
  • Monnet, Tåsinge
  • Die Nordspitze von Hjelmshoved
  • Die Inseln Græsholm, Bredholm und Grensholm
  • Storeholm, Ristinge Hale
  • Man darf die brütenden Vögel auf diesen Inseln, Holmen (Inselchen) und dem Riff in dieser Zeit in keiner Weise stören. Gleichermassen ist es in dieser Periode verboten, sich dichter als 50 Meter an die Gebiete heranzubewegen.

Verwundbare Naturgebiete

Andere Gebiete im Inselmeer sind besonders verwundbare Naturgebiete, in denen während der Brutzeit der Vögel vom 01. März - 15. Juli darum gebeten wird, Bewegungen zu vermeiden. 

 

Die verwundbaren Naturgebiete sind:

  • Det Nye Land, Lyø
  • Odden/Holmene, Bjørnø
  • Halen, Helnæs
  • Drei Gebiete auf Illum
  • Drejet, Horneland
  • Avernakhoved, Avernakø
  • Zwischen St. Svelmø und Ll. Svelmø
  • Revtrille, Avernakø
  • Mejlhoved, Drejø
  • Revet, Skarø
  • Odden sowie der westliche Teil von Hjortø
  • St. Egholm und Ll. Egholm
  • Ærø: Dejrø, Lilleø, Ommelshoved, Langholm
  • Vogterholm, Nordl. Strynø Kalv
  • Sydl. Siø
  • Lindelse Nor (kleine Insel)

Brütende Vögel

Im Frühling drängen sich die vielen brütenden Vögel auf den kleinen Inseln. Viele Brutvögel, wie die Seeschwalben, brüten dicht beieinander in Kolonien, mit Nestern direkt auf der Erde. Es ist unmöglich, ein Auge auf die Nester, Eier und die Jungen zu werfen. Geht man erst an Land, dann verscheucht man die erwachsenen Vögel.

 

Solange Fremde zur Stelle sind, trauen sich die erwachsenen Vögel nicht, sich den Nestern zu nähern. Wenn es ein kühler Frühling ist, riskiert man, dass die Jungen an Kälte sterben. Im warmen Frühling besteht das Risiko, dass die Jungen aufgrund von Wärme und Durst sterben. Ein anderes Risiko stellen die Möwen dar, wenn sie die Nester mit den Jungen von der Luft aus entdecken und diese dann fressen.

 

Die Eiderente legt ganz grüne Eier und die Graugans ganz weisse Eier. Beide brüten im hohen Gras und können auf die Entfernung schwer zu sehen sein. Wenn die Enten oder Gänse vom Nest fliegen, dann ist es eine gute Idee, die Eier mit Flaumfedern oder Gras abzudecken. Die Möwen sehen die blossen Eier ansonsten nämlich sofort von der Luft aus und greifen sogleich an. Die Vogeleltern finden ihre Nester sicher wieder.

 

Einige der Brutvögel legen bereits im März Eier und andere haben Junge bis in den Juli hinein, wonach die Jungen erst selbständig sind. Aus diesem Grund ist der Zeitraum 01. März bis 15. Juli eine sehr empfindliche Zeit für die Brutvögel.

 

Rastende Vögel

Den Rest des Jahres über befinden sich tausende von Vögeln im Inselmeer, die rasten oder ihr Gefieder wechseln. Auf diese muss man viel Rücksicht nehmen und zu diesen muss man ausreichend Abstand halten, so dass sie sich so ungestört wie möglich im Inselmeer aufhalten können. 

 

Auf der Freizeitkarte (Øhavskortet) sind diese Gebiete als graue Zonen eingezeichnet. Dieses bedeutet:

 

Fahren Sie immer ausreichend um die Brutgebiete herum und geniessen Sie diese auf Abstand!

  Strandskade
                    
Austernfischer
                   Foto - Poul Henrik Harritz
  














Havterne med unger
             Schild, das zeigt: Küstenseeschwalbe
     mit Jungen - bedeutet verwundbares Naturgebiet










Gravænder
                      Brandgans auf der Flucht
               Foto - Hans Erik Hjorth-Hansen
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