Naturturisme

Seltene Pflanzen

Das Südfünsche Inselmeer hat entlang der Küsten eine eigentümliche Natur mit einem einzigartigem Pflanzen- und Tierleben. Insbesondere die vielen salzigen Strandwiesen sind ganz charakteristisch für das Gebiet.

 

Das Klima ist mild und hat eine höhere Durchschnittstemperatur. Diese Kombination schafft gute Wachstumsbedingungen für Pflanzen, die man ansonsten südlich oder südöstlich von Dänemark sieht.

Das flache küstennahe Wasser ist bekannt für seine grossen Unterwasserwiesen mit schmalblättrigem blühendem Seegras, die wichtige Gebiete für das Heranwachsen von vielen Vögeln, Fischen und Kleintieren, wie zum Beispiel Krebstieren, sind. Das Seegras ist gleichzeitig ein guter Verunreinigungsanzeiger, da die Pflanze sehr empfindlich auf verunreinigtes, unklares und sauerstoffarmes Wasser reagiert.

 

Im Laufe der letzten 100 Jahre wurde die Ausbreitung im Südfünschen Inselmeer aufgrund von wiederkehrendem örtlichen Sauerstoffmangel mehr und mehr begrenzt. 

 
Ålegræsenge i øhavet
Seegras
Foto - Nanna Rask, Amt Fünen

 

 
 
Blomstrende strandeng, Helnæs 
Blühende Strandwiesen Hælsnæs
Foto - Naturtourismus

 

 

Die Strandwiesen entlang der Küsten des Südfünschen Inselmeers verfügen über eine ganz charakteristische Vegetation, da die Pflanzen der hohen Salzkonzentration in der Erde angepasst sind.

 

Salz ist normal giftig für Pflanzen. Hier jedoch findet man Pflanzen, die auf den niedrig gelegenen Flächen, die bis zu 2 Mal täglich mit Salzwasser überschwemmt werden, wachsen können. Die Pflanzen verteilen sich auf den Strandwiesen in Zonen oder Gürtel, je nachdem wie viel Feuchtigkeit und Salz in der Erde enthalten ist.

 

Einige der sehr salzresistenten Pflanzen sind zum Beispiel: Der blattlose Queller, die Rote Schuppenmiere und die seltene Rauhaarige Dornmelde. In Dänemark findet man bis zu 20% des Weltbestandes der Rauhaarigen Dornmelde. Aus diesem Grund ist sie eine der verwundbaren Gewächse, auf die aufgepasst werden soll.

 

Dieses erreicht man in hohem Grad durch Naturpflege, indem Tiere wie Schafe, Pferde oder Vieh zum Grasen auf die Flächen mit schnell wachsenden Pflanzen, wie zum Beispiel Schilf und Strand-Beifuss, ausgesetzt werden.

 

Auf den Strandwiesen wachsen sowohl die seltenen Pflanzenarten, wie die Rauhaarige Dornmelde, der lila blühende Gewöhnliche Strandflieder, der gelbe Wiesen-Alant und die gewöhnlichen Strandwiesenpflanzen, wie Breitblättrige Kresse, Gewöhnliche Grasnelke, Gewöhnlicher Rot-Schwingel und Erdbeer-Klee. Die seltenen und unter Naturschutz stehenden Orchideenarten wachsen ebenfalls an vielen Stellen der trockeneren Bereiche der Strandwiesen.

     

Entlang der vielen lebenden Hecken auf den Inseln kann man oft den Dänischen Ingwer sehen. Genauso können die Grabenränder im Frühjahr ganz rosa sein aufgrund des blühenden Pestwurzes. Im Laubwald und im Gebüsch findet man im Frühjahr Orchideen, gelbe und weisse Buschwindröschen, den Hohlen Lerchensporn sowie den stark riechenden Wilden Knoblauch / Bärlauch.

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